Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

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DrWolle
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Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Mo 28. Aug 2017, 19:14

Moin moin liebe Ténéré-Treiber,
es gibt wieder was von mir zu lesen. Nchts spektakuläres, sondern einfach unsere Tour durch den Süden bzw. Osten Europs. Mein Freund Peter, genannt Fritze und ich sind jetzt auf dem Weg in die Karpaten. Aktuell machen wir grad Pause in Sölden. Ich weiß, nicht grad der dierekte Weg aber für uns Moppedfahrer ist doch der Weg das Ziel, oder? :xt12: :daumen:
Gruß Wolle
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Mo 28. Aug 2017, 19:21

Tag 1, 26. August 2017
Heute geht es los, die von meinem Freund und Moppedfahrer Peter, genannt Fritze von Kradmelder24, lange geplante und vorbereitete Karpatentour.
Idee ist, zunächst quer durch Deutschland über Stuttgart an den Bodensee , dann weiter über durch Österreich über das Furkajoch, Hahntennjoch, Timmelsjoch und Jaufenfass nach Südtirol, dann Slowenien und Ungarn via Plattensee nach Rumänien zum Eisernen Tor der Donau und dort in die Karpaten. Hier dann die üblichen Strecken wir Transfaragas, Transalpina und dann den Karpatenbogen wieder Richtung Norden. Dort werden wir das Wassertal besuchen und mit der dortigen Waldbahn eine Fahrt durch das Wassertal machen. Und dann kommt es drauf an wie und was wir als Rückfahrt machen wollen. Durch Slowenien und Polen und dann via Stettin zurück, durch Slowenien und Tschechien dann die Elbe stromab gen Heimat oder über Wien und dort Freunde besuchen und dann mit der ÖBB per Autoreisezug nach HH-Altona. I
Ursprünglich geplant als Reise vier älterer Herren bleiben jetzt nur Peter und ich übrig. Aber egal, es ist wie es ist und wir Beide fahren ja nicht das erste Mal zusammen. Allerdings doch das erste Mal für knapp drei Wochen und das erste Mal ins Ausland.
Aber das passt schon, schließlich sind wir große Jungs ;-) Heute ging es quasi vor dem Aufstehen los, sprich Abfahrt für mich war viertel nach Acht am Morgen… Aber was tut Mann nicht Alles für einen Moppedurlaub! Zu um Neun war ich mit Peter verabredet. Natürlich war ich pünktlich auf die Minute bei ihm. Er stand schon mit seiner 1200er GS Adventure bereit, natürlich die echte Adventure und nicht dieser neumodische WC-Kram ;-) Eine kurze Begrüßung und ein paar organisatorische Kleinigkeiten besprochen und schon saßen wir auf den Maschinen. Unser heutiges Tagesziel war das Hotel Ederblick in Battenberg, ca. 360 km entfernt. Die Route führte uns über Landstraßen via Sarstedt, Höxter, Beverungen durchs Weserbergland in Richtung Sauerland und Eder Talsperre. Speziell das Weserbergland und an der Eder entlang war es eine schöne kurvige Strecke, wo wir unseren Moppeds freien Lauf lassen konnten! Weil es eben eine reine Verbindungsetappe war gibt es auch nicht viele Fotos, schließlich ist die Gegend doch recht bekannt. Trotzdem wird Peter auf seiner Homepage http://motovlog.kradmelder24.de später sowohl von diesem als auch jedem weiteren Tag jeweils ein Video einstellen.
Die Fahrt war unspektakulär und verlief wie geplant, und trotz der etwas unschönen Wettervorhersage hatten wir Glück und bleiben trocken, also Alles gut. Gegen halb zwei machten wir in Sarstedt bei einem Italiener Mittagspause und sind dann planmäßig halb sechs in Battenberg angekommen.
Zum Abschluss hab es dann ein frisch gezapfte Pils für mich und für Peter ein Weizen. Anschließend übertrugen wir die Touren für die kommenden 19 Reisetage von Peters Montana auf meines.
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Irgendwo bei einer Pause
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Das Hotel Ederblick in Battenberg, unser erstes Tagesziel

Das Hotel Ederblick in Battenberg, Ziel von Tag 1
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Mo 28. Aug 2017, 19:23

Tag 2, 27. August 2017
Was für ein Ritt… Geplant waren 520 km und um das zu schaffen sind wir zeitig los. Also waren wir nach einen guten Frühstück kurz nach acht startbereit. Ziel des Tages war Zwiefalten auf der Schwäbischen Alb. Dabei sind wir quer durch den Westerwald, ein Stück am Rhein entlang und dann durch Lothringen gen Schwarzwald. Ein Stück die Schwarzwaldhochstraße entlang und dann weiter über Tübingen hoch zur Alb und zum Hotel.
Die gefahrene Strecke war der Hammer, gleich zum Start gabs viele schöne Kurven und feinste Sträßchen, dazu wenig Verkehr und so konnten wir die Moppeds schön laufen lassen! Dabei haben wir keine kleinen Straßen ausgesucht, sondern überwiegend auf Bundesstraßen unterwegs gewesen. Die Bundesländer südlich der Elbe sind wahrlich gesegnetes Land für Moppedfahrer, so viele Kurven wie heute habe ich lande nicht mehr unter die Räder genommen! Einfach genial!
Unterwegs haben wir und zum Mittag noch mit einem von Peters Motovloggern getroffen. Später dann, bei Rastatt, genauer gesagt Gernsbach in einer Eisdiele den Uwe getroffen. Uwe wird uns ein paar Tage begleiten, bevor er dann zum Stilfser Joch abbiegt.
Wenn hier nicht so viele Baustellen und damit entsprechend lange Umleitungen gewesen wären, hätten wir unser Tagesziel zwei Stunden früher erreicht. Aber es hat nicht sollen sein, und abgesehen vom Zeitverlust waren die Umleitungen von der Streckenführung her ebenfalls richtig genial! Die Routen werde ich mir auf jeden Fall abspeichern, falls es mich noch einmal in diese Gegend verschlägt.
Wir waren dann gegen Neun Uhr abends am Ziel. Freundlicherweise hat die Wirtin noch einmal in der Küche geguckt, was noch geht. So gab es dann Wurstsalat für Peter und Uwe und für mich Elsässer Flammkuchen, natürlich garniert mit kühlem Hefeweizen.
Morgen haben wir im Gegensatz zu heute nur eine kurze Etappe von 309 Kilometern vor uns. Sprich später loskommen und „nur“ fünf Stunden Fahrzeit
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von Scholle » Mo 28. Aug 2017, 21:02

DrWolle hat geschrieben:
Mo 28. Aug 2017, 19:21
Dort werden wir das Wassertal besuchen und mit der dortigen Waldbahn eine Fahrt durch das Wassertal machen.
Hallo Wolle, mit der Wassertalbahn sind wir 2015 auch tief in die rumänischen Wälder Richtung ukrainische Grenze gefahren. Der Zug ruckelt ganz schön über die Schmalspurgleise. Die Lok pfeift und rußt recht ordentlich. War jedenfalls absolut sehenswert. In der weiteren Umgebebung befindet sich die Klosteranlage Barsana mit einigen sehenswerten Holzkirchen sowie der fröhliche Friedhof von Sapanta. Euch viel Spaß und eine gute Reise. Und fahrt Euch keine Hufnägel in die Reifen. Deinen Bericht werde ich jedenfalls mit Interesse weiterverfolgen.

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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Mo 28. Aug 2017, 22:16

Danke Scholle für die Tips, sind uns allerdings schon bekannt und auf der Liste :-) Aber ersteinmal müssen wir dort ankommen.
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Mo 28. Aug 2017, 22:20

Tag 3, 28. August 2017
Heute ging es von der Schwäbischen Alb bis in das Ötztal. Genauer gesagt über Ravensburg nach Lindau am Bodensee, dann weiter über Bregenz und Dornbirn zum Furkajoch. In Bregenz mussten wir doch glatt noch einmal bei Tante Louse anhalten. Peter wollte unbedingt noch eine Abdeckhaube und ein Bremscheibenschloß kaufen. Also gabs da einen kurzen Shopping-Stop in der Mittagshitze.
In Bad Innerlaterns kurz vorm Furkajoch hatten wir mal vor 35 Jahren ein Ferienhaus gemietet. Allerdings muss ich gestehen, da hat sich in den vielen Jahren seitdem so ziemlich Alles verändert. Auch die Straße zum Furkajoch ist mittlerweile verbreitert und meistens zweispurig ausgebaut. Insgesamt ein deutlich entspannteres Fahren als das was ich in Erinnerung habe. Oben auf dem Joch gabs dann die obligatorische Fotopause und für mich eine Almdudler, wie die Apfelbrause in Österreich heißt. Der Geschmack war zumindest noch genau so wie ich ihn von vor 35 Jahren in Erinnerung hatte.
Vom Furkajoch ging es dann bergab und dan wieder bergauf zum Hahntennjoch und dann weiter nach Sölden, wo wir ein Hotel gebucht hatten. Die Auffahrt zum Hahntennjoch war interessant, viele Kehren, teilweise sehr eng und Steil und zum Glück relativ wenig Verkehr, so dass wir ein gutes Tempo vorlegen konnten.
Bei den entgegenkommenden Moppeds haben wir uns noch gewundert, warum viele der Fahrer die Regenkombis anhatten, es war doch blauer Himmel bei uns. Später haben wir dann gesehen, dass der Regen sich weite Richtung Südosten verzogen hat und die Straße nur noch etwas feucht war. In Sölden hats dann am Abend, als wir im Restaurant noch einmal kräftig geschüttet, aber der nächste Tag soll wieder blauen Himmel zeigen, nur morgens halt mit 10° etwas frisch.
Morgen geht`s dann zum Timmelsjoch hoch, also warm anziehen.
Fotos haben wir heute nicht viele gemacht, aber dafür ein paar gute Filmsequenzen, aber da müsst ihr euch noch in Geduld üben, bis die Filme geschnitten sind und hier verlinkt werden.
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Hahntennjoch II
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Hahntennjoch I
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Parkplatz Furkajoch
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Blick nach Osten vom Furkajoch
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Tante Louise in Bregenz
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Di 29. Aug 2017, 19:43

Tag 4, 29. August 2017
Heute waren fünf Pässe angesagt, das Timmelsjoch, der Jaufenpass, der Staller Sattel, Nassfeldpass und Studena Alta. Das heißt, eigentlich waren es sechs Pässe, nämlich zwei kleine beinahe unbekannte Pässe, einmal der Selle Cherechiatis und der Passo Pramollo. Doch zuerst gab es natürlich Frühstück, diesmal recht opulent, mit Rührei und Bacon sowie verschiedenen Brötchen und Nutella. Der Knaller war die „Rosettenbutter“, nichts anzügliches aber die Österreicher haben manchmal halt witzige Bezeichnungen. Danach aufrödeln und los ging es dann viertel nach neun in Richtung Timmelsjoch. Die österreichische Auffahrt kannte ich noch nicht, das Kennen lernen kostete dann 14€ pro Nase inklusive Mopped. Aber dafür hatten wir den Pass fast für uns Alleine. Oben auf dem Pass ein kurzer Fotostopp und weiter gings. In Sankt Leonhard bei der Abzweigung zum Jaufenpass hat uns dann Uwe in Richtung Meran verlassen. Er wollte noch zum Stilfser Joch und von dort aus dann direkt nach Hause, sprich Stuttgart durchstarten. Ein Ritt von gut 800 km… Dagegen haben wir heute nur 340 km zurückgelegt.
Der Jaufenpass hat richtig Spaß gemacht, enge Kehren und eine anspruchsvolle Streckenführung. Einziger Wermutstropfen waren mal wieder die Autofahrer, die es oft einfach nicht auf ihrer Straßenseite hält. Aber da wir immer sinnig unterwegs waren und natürlich auf unserer Staßenseite geblieben sind war Alles im grünen Bereich (meistens).
Oben auf dem Pass haben wir eine kurze Pause eingelegt um dann weiter zu fahren Richtung Pustertal um dort zunächst den Staller Sattel zu erklimmen. Wir hatten Glück und erreichten die Ampel buchstäblich in letzter Minute: um Punkt viertel vor passierten wir sie und konnten gleich durchstarten. Der Pass ist recht anspruchsvoll mit seinen engen Kehren und der schmalen Straße. Gut dass man nicht mit Gegenverkehr rechnen muss. Dann gings wieder ins Tal und weiter über Lienz und das Gailtal weiter über die beiden oben genannten Pässe nach Moggio Udinese, unserem heutigen Etappenziel. Die letzten Kilometer waren noch einmal recht anspruchsvoll, nicht wie erwartet ein Einfaches dahin rollen im Tal. Gegen halb sechs waren wir dann am Hotel. Für heute waren das aber wirklich genug Pässe und Kurven, das reicht für einen Tag. Morgen gibt es wieder genug Kurven, unter anderem haben wir den Mangart auf dem Zettel. Das heißt, Morgen fahren wir nach Slowenien.
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Andere Sicht Passo Pramollo
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Passo Pramollo
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Jaufenpass II
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Jaufenpass
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Der Bapper bepper Fritze
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Nochmal Timmelsjoch
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Timmelsjoch
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Morgenstimmung in Sölden
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von edgar » Mi 30. Aug 2017, 12:46

Hey Jungs, schön euch hier zu lesen!!!
Ich wünsche euch maximale Erlebnisse und eine super Zeit...

Gruß Edgar
Moppedgeschichte: Suzuki DL650 > Suzuki DL1000 > BMW R1200GS ADV (luftgekühlt) > XT1200Z (DP01)
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Mi 30. Aug 2017, 21:58

Tag 5, 30. August 2017
Heute sind wir wieder gegen viertel nach Neun los. Es war schon ziemlich warm, so knapp 20 Grad. Eben Sommer;-) Erstes Etappenziel war die Grenze oder besser der Grenzpass nach Slovenien. Danach stand der Mangart auf dem Programm. Die ersten Kilometer ging es noch auf der Hauptstraße voran, dann sind wir rechts abgebogen auf die Straße zur slovenischen Grenze. Die hat sich als schöne kleine und kurvenreiche Straße entpuppt und wir waren gleich wieder im Kurvenrausch. Malerische Dörfer lagen am Wegesrand und links und rechts ragten die Berge in die Höhe. Nach einem kristallblauen See bogen wir wieder rechts ab und wir wurden von einem steil bergauf steigendem Passsträßchen, dem Predil-Pass überrascht, zum Teil mit ziemlich engen Serpentinen. Ein paar langsamere Fahrzeuge und einen Bus haben wir gut überholen können bevor wir die Passhöhe erreicht haben. Oben auf der Passhöhe waren noch die aufgelassenen Grenzgebäude zu „bewundern“. Europe kann schon ganz schön schön sein! Nach dem obligatorischen Bepper bappen gings dann weiter zum Mangart. Der Mangart ist ein altes Militärsträßchen, leider eine Sackgasse, aber wunderschön, was die Aussicht betrifft. Die 5 € Maut gibt man gern aus für so eine grandiose Aussicht und technisch anspruchsvolle Strecke. Die Kehren waren teilweise sehr eng und man hatte immer wieder mit Gegenverkehr zu kämpfen. Aber die Belohnung wartete dann oben mit dieser super Aussicht! Nach einer angemessenen Pause und Bewunderung der Aussicht gings dann wieder zurück zur Hauptstraße. Kurz nach dem Mangart kam der wunderschöne Triglav-Nationalpark und dann, für uns überraschend noch ein toller Pass, der Werschitzpass. Als wir den Aufstieg begannen wunderten wir uns noch über die 47. Kehre, die auf einem Schild angezeigt wurde. Sollten uns wirklich 47 Kehren erwarten bis zur Passhöhe auf 1611 Meter Höhe? Auf jeden Fall waren die Kehren und die Auffahrt wirklich anspruchsvoll, sehr eng und steil in den Kehren und dann steil bergauf. Störend waren ein paar PKW und Wohnmobile die sich nicht so leicht überholen ließen, aber es hat dann doch geklappt. Dieser „kleine“ Pass hats wirklich in sich und es war toll ihn zu befahren. Auf der Passhöhe herrschte schon ein ziemlicher Auftrieb und auch ein paar Schafe blökten vor sich hin, dazu eine Gruppe Radfahrer, die auf dem Pass einen Stopp eingelegt haben, es waren Engländer die sich über diese Gegend mit vielen Ahs und Ohs geäußert haben.
Als wir uns was zu trinken holen wollten fand ich im Kühlschrank ein Aloe Vera-Getränk, was wir ja in der Mongolei auch gerne getrunken haben. Der Geschmack entsprach der Erinnerung, einfach lecker und Peter war auch davon angetan! Später haben wir dann in Jesenice im Supermarkt gleich ein paar große Flaschen Aloe Vera gekauft ;-)
Leider war es nach dem Vrsic-Pass erst einmal vorbei mit den Bergen, wir mussten durch die slovenische Ebene fahren und hatten leider nach den vielen Tagen in den Bergen wieder recht viel Verkehr, andererseits ging es trotzdem einigermaßen zügig voran. Allerdings war es doch ziemlich warm, um die 30 Grad… Nach gefühlten fünf Stunden ging es zum Glück wieder in die Berge, zwar nur ähnlich wie der Schwarzwald aber besser als die Ebene und es wurde wieder etwas kühler, nur noch 25 Grad. Die letzten Kilometer nach Laska zogen sich dann doch, besonders weil wir wieder in der Ebene landeten. Dann noch durch die Stadt Celje, einmal tanken und dann nach Laska, direkt an der dortigen Brauerei vorbei zur Villa Monet, unserer Unterkunft für heute. Eine schön gemachte Villa mit ansprechendem Café und top ausgestatteten Zimmern, mitten in der Altstadt gelegen. Beim Einchecken gabs dann ein frisch gezapftes Laska in eisgekühlten Gläsern, so darf der Tag enden. Ich habe dann noch schnell eine Scheinwerferbirne gewechselt und dann gings unter die verdiente Dusche. Und nu wird gegessen!
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Verdienter Feierabend für die Moppeds
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Aloe-Vera Drink
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Zwei Strahlemänner
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Blick in die Ferne
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Nochen ein Passbild ;-)
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Und nochmal, andere Richtung
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Blick vom Mangart
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Morgenstimmung kurz vorm Aufbruch
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Re: Wolles und Fritzes Weg in die Karpaten

Beitrag von DrWolle » Mi 30. Aug 2017, 22:00

Hallo Edgar,
Peter hat mir schon berichtet von Deinem Wechsel. Viel Spaß mit der Dicken und Grüße aus Slovenien!
Gruß Wolle
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