Maut auf der LGKS

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laichy
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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von laichy » Fr 11. Nov 2016, 19:43

Danke Sushi.
Ich kenne die Videos fast alle. Und die (affig aussehenden :mrgreen: ) Helmkameras liefern tw. schon furchterregende Perspektiven :shock:

Schottererfahrung habe ich und hatte auch noch nie das Gefühl einen Stollenreifen zu vermissen, solange es trocken war und lediglich Schotter.
Denke (und hoffe) das die Stollen nur im Vorteil in feinem Schotter sind und natürlich wenn es schlammig, staubig oder anderweitig schlüpfrig wird.
Bei dem groben Schotter der LGKS können ja auch die Stollen nicht viel ausrichten, oder irre ich?

Zitat aus dem Motorradonline-Test:
"Wehe, wenn sich das Vorderrad in dieser Sektion nicht anständig im losen Untergrund verzahnen kann. Dann droht auch trotz ABS der Sturz. Hier kann der Trail­smart erstaunlicherweise den deutlich gröber strukturierten Oberflächen des Michelin und der zwei Conti-Reifen* gut folgen."
*hier ist der TKC70&80 gemeint

Daher war einfach die Frage: Hat sich schon jemand "getraut" oder gehen alle nur mit Stollenreifen drauf los :)

Grüße

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Ewald.xtz
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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von Ewald.xtz » Fr 11. Nov 2016, 23:40

Hallo Laichy,

ich bin 2010 mit meiner :xt12: mit neuen 2000km und den original Brückensteinen die LGKS von Süden nach Norden gefahren,
allerdings ca 10 km vor dem nördlichen Ende an einer Felsstufe nicht mehr weitergekommen.

Was waren die Fehler:
volles Gepäck,
schon später am Nachmittag nach einem langen Fahrtag
Süd-> Nord
die Reifen (?)
Solo

Ich bin an der Stufe mitten auf dem Weg nicht mehr weitergekommen (Motorschutz saß auf) und schaffte es auch nicht umzudrehen ohne das Motorrad umzulegen.
Ein vorbeikommender italienischer Trialfahrer hat mir dann geholfen. Ich fuhr dann noch eine Stunde nach Süden, bis ich wieder von der LGKS abfahren konnte.
Die Stufe wäre vlt mit viel Schwung gegangen, allerdings war mir mein Motorrad noch zu neu.

Ohne Gepäck aus der anderen Richtung und idealerweise ausgeruht am morgen wärs wahrscheinlich auch mit den Brückensteinen gegangen.
Praktischerweise sind aber Heidenaus K60 (o.ä.) schon hilfreicher, ich bin diese später 10tkm gefahren und die damit absolvierten Schotterpassagen waren wesentlich angenehmer.

Ich bin die LGKS dann mit einer F650GS Dakar (mit Heidenau K60) im Sept 2014 gefahren, sie war eigentlich geperrt, aber die Sperren einspurig passierbar
Da gab es wegen Hangrutschungen auf der Strecke nur mehr einspurige Passagen, die auch mit der 650'er nicht ganz ohne waren.
LGKS_2s.jpg
2014 Nordteil
LGKS_4s.jpg
2014 Nordteil

Mit der kleinen machte es wesentlich mehr Spaß, war dann aber im südlicheren Teil erstaunt, was ich Jahre vorher mit der 1200'er gefahren bin - falls sich die Strecke inzwischen nicht wesentlich verschlechtert hatte.
Der Nordteil wurde in der Zwischenzeit planiert und nachdem was ich bisher davon gehört habe, sollten mM bei trockener Witterung auch Tourance Next oder ähnlich ausreichend sein, für den weitergehenden südlichen Teil aber eher wieder K60 empfehlenswert sein.
LGKS_02.jpg
einfachere Passagen
Auf alle Fälle mit so wenig Gepäck wie möglich, gut erholt am Vormittag, idealerweise mit Begleitung und eher von N->S.

Und meine persönliche Meinung: so sehr ich meine :xt12: für ihre Reiseeigenschaften und auch vieles an Schotterstrecken, dass ich gefahren bin, schätze
(u.a. Jafferau, Assieta, Sommeiler, Parpaillon, Valbelle, Moutiere, Stol, Paularo, Zoufplan, Monte Idolo, Ucka, Mölltaler Gletscher (OM2013))
mehr Spass machts mit K60 - ich würde die LGKS mit der :xt12: nur mehr mit K60 fahren ! - und noch mehr Spass ists mit einem kleineren Motorrad mit 21" Vorderrrad.

Und der Rest ist, was mutet man sich und seinem Motorrad auch an möglichen Umfallern zu.

Schöne Grüße

Ewald
PS: Saison beendet und 1200'er eingewintert

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laichy
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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von laichy » Sa 12. Nov 2016, 10:16

Hallo Ewald,
super danke, sowas wollte ich hören. :daumen:

Ich weiß schon, dass es ein ziemliches Gewürge werden kann und dass es mit einer leichteren Enduro richtig viel mehr Spaß macht.
Ich dachte halt nur "Hauptsache durchkommen und die Landschaft genießen bei den Stopps". Und ein Motorrad muss mir leider für Alles reichen. Wenn sie mal auf der Seite liegt wird geweint und weiter...

Heißt also: Nord -> Süd sind die groben Passagen bergab?
Ich werde ohne Gepäck fahren und an diesem Tag nur die LGKS und Bassa di Peirafica.
Davor stehen in diesem Urlaub planmäßig noch Testa Assietta und Parpaillon auf dem Plan.

Thx! Martin

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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von sushi » Sa 12. Nov 2016, 10:31

laichy hat geschrieben:... Parpaillon ...
Hallo

Vor 2 Jahren hab ich nicht schlecht gestaunt was da für ne Gruppe neben meiner kleinen Z ankam.
Mal so als Massstab was geht in Sachen "Leiden".

Bild
Honda CBR 600 F

gruss sushi
2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa
http://www.youtube.com/user/MrXt660ztenere

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hobby-uli
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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von hobby-uli » Mo 14. Nov 2016, 08:04

nur die LGKS und Bassa di Peirafica
Hallo Martin,

ich bin das mit ein paar Kumpels (ich :xt12:, 2x GS1200, 1x V-strom 1000, Rest leichtere Möppis) letztes Jahr im September von Nord nach Süd gefahren. Allerdings sind wir nicht ganz bis ans Ende sondern nach la Brigue abgefahren, da wir wieder nach Cuneo zurück mußten.
Der Nordteil ist mittlerweile easy going. Auch der Col de la Boaire hat seinen "Schrecken" verloren.
Etwas anspruchsvoller wird's im südlicheren Teil. Ich hattte die TKC 80 der Kollege mit der V-Strom Enduro- Strassenreifen. Das ging auf den festen Schotterteilen gut, da wo es etwas feucht wurde, ist er viel gerutscht. Da waren dann die TKC deutlich im Vorteil auch gegenüber den K60 auf der GS.
Wenn Du die Baisse de Perifique fahren willst, nimm den Umweg "hinten rum" (s. http://alpenrouten.de/Peyrefique-Baisse ... nt367.html) es gibt eine "Abkürzung" nach Casterino, die aber sehr steil und geröllig ist. Ich bin daran mit der :xt12: gescheitert! Geröll, steil, Nachmittag und müde, zu kurze Beine zum Füßeln, am steilen Stück dann nicht genügend Gripp aufbauen können um im Stehen loszukommen, einfach nur super anstrengend! Kollege mit langen Beinen und Unterstützung hat sie dann füßelnd das schlimmste Stück hochgebracht. Er sagte dann aber dass das auch noch mal ein deutlicher Unterschied im Gripp zu den K60 war, die er auf der GS hatte.
Die LGKS ist ein landschaftlicher Traum!! Die Maut wird durch die Panoramen mehr als aufgewogen. Außerdem: wenn die immer wieder die Erdrutsche beseitigen und so die Strecke auch für uns Nicht Profienduristen befahrbar halten, ist das m.M.n. durchaus o.k.
Geht mit der :xt12: denke ich auch mit den Anakee 2 o.ä. ist aber mit TKC 80 oder K60 wesentlich entspannter, gerade in den bewaldeten Stücken, wo es doch immer mal etwas rutschig ist. Einfacher ist es aber auf jeden Fall mit einer leichten Wanderenduro.
Ich habe mir deshalb diese Jahr so etwas in Form der Beta Alp 4.0 zugelegt. Das ist eine 350'er (Suzuki Motor) mit 27 PS und ca. 130 Kg leichter als unsere :xt12: . Für mich war es die, da sie mit 86 cm Sitzhöhe gerade noch so für meine 1,73 passt.

Genauso Traumhaft sind Assietta, Maira Stura und nicht zu vergessen der Sommeiller. Der war leztes Jahr allerdings im oberen Stück auch teilweise sehr geröllig, aber mit TKC und etwas weniger Luft machbar. Aber auch hier tut man sich mit was leichterem deutlich einfacher.

Ich wünsche Dir schon jetzt eine tolle Tour und super Eindrücke

Anbei noch ein Bild von der LGKS und vom Hochtal vor dem Sommeiller (am oberen rechten Rand erkennt man die Serpentinen wo es auf knapp 3000 m hochgeht) als "Appetizer"

LG Uli
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DSC00057.JPG
20150915_163939.jpg

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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von Ewald.xtz » Mo 14. Nov 2016, 22:24

Hallo Martin,

an dem Tag bin ich mit der F650GS auch LGKS und Bassa di Peirafica gefahren,
und weil's so gut gelaufen ist bei der Rückfahrt auch noch Maira-Stura Kammstrasse, weil's Sonntags nach 17:00 schon erlaubt war.
Bei den damaligen gesperrten (einspurigen) LGKS Bedingungen sind mir allerdings nur Kleinenduros begegnet.

Am Vortag war Varaita-Maira-Kammstrasse angesagt, da ist mir auch eine :xt12: begegnet (6.Sept. 2014)
VMKS_b1.JPG
VMKS_b1.JPG (65.39 KiB) 2698 mal betrachtet
Schöne Grüße

Ewald

PS: und früher waren meine Sozia und ich noch viel leidensfähiger, wir sind Parpaillon, Assietta, Tremalzo usw zu zweit auf einer XJ750 gefahren :roll:

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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von Leone blu » Di 15. Nov 2016, 07:48

Ewald.xtz hat geschrieben:...

PS: und früher waren meine Sozia und ich noch viel leidensfähiger, wir sind Parpaillon, Assietta, Tremalzo usw zu zweit auf einer XJ750 gefahren :roll:
Früher halt, als der interessante Teil des Tremalzo noch offiziell zugänglich war... *Seufz* - ich hab' das leider nicht mehr geschafft. Es gab zwar noch diese Regelung, wo man bei zwei Übernachtungen mit Sondererlaubnis passieren durfte, meines Wissens nach ist das aber seit ein oder zwei Jahren auch passé...

Ciao, R.
Ich freue mich, wenn's draußen regnet - denn wenn ich mich nicht freue, regnet's auch...
(Karl Valentin)

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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von laichy » Mi 16. Nov 2016, 21:35

Danke an Alle.

Na wenigstens konnte ich den Tremalzo 1994 noch legal befahren (XTZ660 mit MichelinT65 :-) )
Seither nur mit dem MTB, iss aber auch geil :daumen:

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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von rubbergum » Fr 10. Feb 2017, 11:18

Honda CB400N - Suzuki DL650 V-Strom - Yamaha XT1200Z SuperTenere - Honda CRF1000L AfricaTwin

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Re: Maut auf der LGKS

Beitrag von laichy » Sa 11. Feb 2017, 10:44

Liest ja nicht so toll.
Aber danke für die Updates.

Wer die LGKS demnächst unter die Räder nimmt oder verlässliche Infos posten kann, dem schon mal ein herzliches Dankeschön! :daumen:

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