XT 1200 ZE vs. Africa Twin

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xsmel
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XT 1200 ZE vs. Africa Twin

Beitrag von xsmel » Fr 24. Nov 2017, 21:46

Habe ich grad mal beim Durchstöbern entdeckt. Nicht ganz neu. Oder hatten wir das schon und ich habs übersehen?

http://www.ride-on-magazin.de/test+_und ... rettyPhoto

Geht das überhaupt so mit einem link?
Gruß
Matthias

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scuderia
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Re: XT 1200 ZE vs. Africa Twin

Beitrag von scuderia » Fr 24. Nov 2017, 22:26

Ciao aus A!

Kann man die beiden Motorräder überhaupt vergleichen?
Hubraum, Antrieb, Gewicht,

Nicht falsch verstehen, ich mag die AT! Ist ein tolles Bike.
Aber vergleichen?

Salve, Mario
www.motorradkopf.at

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Varaderotreiber
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Re: XT 1200 ZE vs. Africa Twin

Beitrag von Varaderotreiber » Sa 25. Nov 2017, 02:17

Guten Abend!

Die kann man nicht vergleichen, da sie unterschiedliche Geschmäcker bedienen. Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Ich würde die :xt12: als "kann uneingeschränkt REISE und kann ein wenig ENDURO" bezeichnen und die AT als "kann eingeschränkt REISE und kann ENDURO".
Ich finde die AT wunderschön und ich wollte sie auch unbedingt haben. Das Gewicht und die OffRoad-untauglichkeit meiner Varadero haben mich immer wieder furchtbar genervt. Beinahe hätte ich die AT blind, nur nach Sitzprobe, gekauft. Ich dachte, fast gleicher Hubraum, gleiche Leistung, gleiches Drehmoment, aber weniger Gewicht. Das sollte rocken. Und dann noch diese ganzen überschwenglichen Testberichte. Glücklicherweise begab es sich aber, daß ich von der Varadero, deren Motor aus einer Sportmaschine adaptiert wurde, direkt zur Probefahrt auf eine AT springen konnte. Eine mit Schaltgetriebe und ohne großartiges Zubehör, wie z.Bsp. Sturzbügel. Der erste Eindruck beim Rangieren war: Boa, ist die schwer. Da gebe ich aber meiner Erwartungshaltung die Schuld. Habe sie dann warm gefahren, mich mit ihr vertraut gemacht und dann ging es in den Wald. Tolles Ding! Sitz und Stehposition, Fahrwerk usw. ist alles Top. Der Motor geht ab Leerlauf äußerst kultiviert und kraftvoll los und hängt blitzsauber, extrem gut dosierbar am Gas. Wenn die im unteren Drehzahlbereich schon so abgeht, was macht die dann wohl in höheren Drehzahlen? Später auf der Straße... Der Händler empfahl mir, zur Sicherheit die Traktionskontrolle aktiviert zu lassen. Hab sie dann ausgeschaltet, weil der Motor dann doch nicht so kraftvoll ans Gas ging, wie erwartet. Hat nichts geholfen. Ich finde, man muss schon ein unglaublicher Grobmotoriker sein, um bei der AT das Hinterrad unbeabsichtigt zum durchdrehen zu bringen. Egal auf welchem Untergrund.
Auf der Straße erkundete ich dann die oberen Drehzahlregionen. Der Motor fühlt sich an, wie ein 3 Zylinder VW Polo Motor. Untenrum kräftig und nach oben kommt dann nicht mehr viel. Nicht schlimm. Für mich nur ungewohnt. Angeblich soll der Motor Charakter haben. Wenn todlangweilig ein Charakterzug ist, dann ja. Wozu die AT eine Traktionskontrolle hat, erschließt sich mir einfach nicht.
An dem Tag war es sehr windig. Die AT mochte das garnicht. Ich fand sie sehr Seitenwindanfällig. Der Wind und Wetterschutz ist allgemein unangenehm. Meine Knie wurden regelrecht von der Kühlerabwärme gebraten, während alles unterhalb vom Knie gnadenlos dem Wind ausgesetzt war und auskühlte. Obenrum ist der Windschutz auch nicht so doll. Die ganze Fahrt hat ca. 40 min gedauert. Mir brannte der Arsch und meine Handgelenke taten weh. Ich war froh danach wieder auf der Varadero zu sitzen.
So habe ich die AT erlebt. Die AT ist trotz allem eine tolle Kiste. Nur nicht für mich. Ich könnte mir vorstellen, wenn jemand z.Bsp. von einer waschechten Enduro (nah an einer Wettbewerbsmaschine)kommt und auf die AT steigt, der ist von ihren Reisequalitäten bestimmt stark beeindruckt.

Mein Motorrad dient mir nicht nur zum Reisen in andere Länder. Überwiegend bewege ich mich in Deutschland und für mich ist mein Motorrad auch mein Alltagsfahrzeug. Deshalb muss sie ordentlich Power zum überholen haben und der Wind und Wetterschutz muss so passen, daß ich in den Sachen fahren kann, in denen ich mich gerade befinde. Das reicht von kurze Hose, Shirt, Sandalen bis zum Anzug mit Hemd und Krawatte. Von daher ist die AT nichts für meinem Geschmack. Meine neue :xt12: wird allerdings genau nach meinem Geschmack sein. Die kann auch Wald und Feldwege und Bordsteinkanten hoch und runter fahren. Trotz Gewicht, gibt es für mich einfach keine Alternative zur :xt12: .

Mir ist grad langweilig, weil ich wegen meinem defekten Winterauto zu Hause hocken muss. Stellmotor an der Climatronik spinnt. Das hatte schon mein alter Audi 80 von 1994. In 20 Jahren! hat es der VW Konzern nicht für nötig gehalten, haltbarere Stellmotoren zu bauen.
Sowas gibt es bei Honda und Yamaha nicht.

Gute Nacht!
Bisherige Mopeds: MZ ETZ 150, Yamaha XJ 550, Yamaha XJR 1300, Honda Varadero SD01

Chrom bringt dich nicht nach Hause.

dietmar
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Re: XT 1200 ZE vs. Africa Twin

Beitrag von dietmar » So 26. Nov 2017, 15:27

Die AT ist schon ein attraktives Motorrad, besonders die neue Adventure Sports:
https://www.1000ps.de/modellnews-300382 ... ure-sports

Aber die XT ist die bessere Wahl für die Langstrecke und hat mit dem Kardan einen Riesenvorteil. Ich bin die neue AT drei Tage auf Mallorca gefahren. Die Aussage, dass AT und XT bei der Ergonomie gleich auf sind, stimmt einfach nicht.

Harryj19
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Re: XT 1200 ZE vs. Africa Twin

Beitrag von Harryj19 » So 26. Nov 2017, 17:54

Als ich meine XT und CRF zur Inspektion hatte, hatte mir der Händler eine AT für 4 Tage zur Verfügung gestellt. Ich spielte vorher mit dem Gedanken die XT zu ..........! Die Entscheidung für die XT fiel damals wegen dem überzeugendem Fahrwerk und weil Honda nicht in die Puschen kam mit einer neuen AT. Ausserdem war die Yamaha die am wenigsten hässliche Reiseenduro am Markt. Optisch hat mir die AT sofort zu gesagt. Auf der Heimfahrt war ich erschüttert über die Sitzposition. Wie soll damit Reisen gehen? Zuhause erstmal die Sitzbank in die höhere Position gebracht und eine wesentliche Verbesserung erreicht, aber lange nicht so gut wie auf der Tenere.
Fahrleistungen sind in Ordnung und gefühlt etwas schlechter wie bei der XT. Vorteil XT ist der Hubraum und man kann sie entkorken. Hier wird es interessant was der Markt für die AT anbieten wird.
Die Reifen auf der AT (Bridgestone) fuhren sich wie Holz. Erst wenn man den direkten Vergleich untereinander hat merkt man wie gut Yamaha die Fahrwerkabstimmung hin bekommen hat. Und das Reifen den kompletten Charakter eines Motorrades verändern können.
Ansonsten sind es nur Details die einen den Kopf schütteln lassen können. An der XT z.B. die besonders dämliche Verlegung der Gasbowdenzüge oder das automatische Zurückstellen der Traktionskontrolle. An der AT ist das Instrument je nach Grösse und Sonneneinstrahlung nur bedingt ablesbar.
Im Fazit für mich hat sich der Kauf der AT erledigt. Überzeugt an meiner Yamaha hat mich die gute Sitzposition und das Fahrwerk. An einem Stück von Misano (ca 1100 Km) nach Hause mit 3 Tankstops ohne grosse Beschwerden ist cool. Das gesparte Geld könnte in ein geändertes Steuergerät fliessen. Denn 10-15 PS mehr dürften es schon manchmal sein......!
mfg Harry

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Re: XT 1200 ZE vs. Africa Twin

Beitrag von Franki » So 26. Nov 2017, 18:16

Hallo Harry,

danke für Deinen Bericht. Nur eine Anmerkung dazu, bitte: die Serienreifen der ersten beiden Auflagen der CRF1000 sind Dunlop D610, nicht von Bridgestone. Bei der "neuen" Africa Twin, die jetzt auf der EICMA vorgestellt wurde, ist es wohl Bridgestone, die sowohl die normale CRF wie auch die Adventure Sports ausrüstet. Aber die steht meines Wissens noch nicht bei den Händlern :(

Anhand der zahlreichen Verarbeitungsmängel der CRF1000 ist man mit der XT1200 wohl tatsächlich besser bedient :daumen: Auch das neue Trottle by Wire des 18er Jahrgangs lässt einen eher zu den beiden ersten Versionen der Africa Twin hinüberschielen. Es gibt aber eben auch viele, die wirklich begeistert sind von dem XRV-Nachfolger. Die Motorcharakteristik dürfte jedoch vergleichbar sein, da selbes Prinzip und auch selbe Anordnung der Hubzapfen. Soweit die Theorie :computer:

Allen einen entspannten Sonntagabend!

Nette Grüße
Frank

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juergen007
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Re: XT 1200 ZE vs. Africa Twin

Beitrag von juergen007 » Sa 9. Dez 2017, 23:27

Die AT ist für mich eine Enduro, die den Namen eigentlich auch verdient hätte theoretisch ......

Nachfolgendes aus 1 Woche Leihmopped Malaga FS 2017 AT mit DCT Farbe rot, KM Stand 3.000:

Eine Traktionskontrolle braucht es bei der Motorleistung nicht. Die ist ausreichend es fehlt aber für die Langstrecke und auf der Strasse der "Bumms".

Für eine echte Enduro bringt die gute mit DCT und ABS 240 kg Gewicht auf die Strasse. Da spielen wir in der Liga der XT 1200, GS 1200 u.s.w.

Dafür kann sie dann aber alles schlechter und nichts wirklich besser.

Unverständlich:

Tempomat Fehlanzeige, kein Hauptständer oder Griffheizung ( muss alles im Zubehör separat geordert werden ), Cockpit schlecht ablesbar, Verarbeitung eher Durchschnitt.

Fussrasten entsprechen einer Strassenmaschine viel zu schmal, Windschild nicht in der Höhe und Neigung einstellbar.

DCT: hmmm ja funzt aber für mich nichts was essentiell ist.

Wünsche allen AT Treibern gute Fahrt - meine ist es nicht.....

Warte weiter auf MT07 oder KTM 900 Enduro

Serienbereifung: da tut sich Honda versus Wettberwerb nichts - da spielt wohl der Preis die entscheidende Rolle.

Hatte den Dunlop drauf, den fand ich so schlecht nicht wie er verschrieben wird :)
Ex DP01

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